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St. Stephan in Augsburg Besucher # 1430513.
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St. Stephans Geschichte

Die Benediktinerabtei St. Stephan, eine in der benediktinischen Familie verhältnismäßig junge Gründung (1835), führt in ihrer heutigen Gestalt mehrere Traditionen fort, die durch die Säkularisation unterbrochen waren:

Klösterliches Leben gibt es bereits seit Bischof Ulrich: Er gründete 969 an der Stelle des heutigen Klosters am Rande der Altstadt ein Kanonissenstift für adelige Damen, das er unter das Patronat des ersten Märtyrers, des hl. Stephanus, stellte; bis zur Säkularisation 1803 führten die Kanonissen in St. Stephan ein geistliches Gemeinschaftsleben.

In der Reichsabtei St. Ulrich und Afra, von deren Blüte die Ulrichsbasilika noch heute Zeugnis gibt, lebten und wirkten fast acht Jahrhunderte lang (1012 - 1803) Benediktinermönche in Augsburg. Die Säkularisation setzte auch diesem Kloster ein jähes Ende.

Bau
Medaille

Erst 1835 konnten unter König Ludwig I. von Bayern die Benediktiner wieder in Augsburg Einzug halten. Dieser Neuanfang benediktinischen Lebens war mühsam: Der Gründungskonvent von St. Stephan setzte sich aus Mönchen zusammen, die der erste Abt Barnabas Huber auf persönliches Betreiben König Ludwigs u.a. aus mehreren österreichischen und schweizerischen Klöstern erbetteln konnte. Ihnen wurde als Hauptaufgabe die Leitung des Gymnasiums übergeben, das 1828 auf Drängen des katholischen Teils der Augsburger Bürgerschaft errichtet worden war und die lange Tradition des Gymnasiums und Jesuitenkollegs St. Salvator (1581 - 1807) wieder aufnahm. Der noch erhaltene Festsaal des Jesuitenkollegs, der Kleine Goldene Saal in der Jesuitengasse, dient dem Gymnasium bei St. Stephan bis heute als Aula für festliche Gelegenheiten und Schülerkonzerte.

Stephansplatz Dem damaligen Gymnasium war neben einem Internat auch ein Lyceum (Hochschule) angegliedert. Diese später Philosophische Hochschule bei St. Stephan genannte Einrichtung besteht bis heute, jedoch ruht der Vorlesungsbetrieb seit der Errichtung der theologischen Fakultät an der Universität Augsburg im Jahr 1969.
Zerstörung
Im Dritten Reich wurden die Mönche von St. Stephan aus Schule und Internat verwiesen. Der Wiederanfang 1946 war schwierig, da 1944 Kirche, Kloster und Gymnasium fast völlig zerstört worden waren.
 
Hochaltar
Rokokko Wiederaufbau Heute
Von der einstigen Pracht der Rokokokirche (Kleinhans, Riepp, Feichtmayr, Verhelst) künden heute nur noch die Außenmauern, Teile des Portals mit Stephanusfigur und das schmiedeeiserne Abschlussgitter. Das Innere erfuhr 1965 unter Leitung von F.B. Weißhaar seine heutige Ausgestaltung, wobei Schülerarbeiten und Werke alter Meister einbezogen wurden. Das Kloster ist ein moderner Zweckbau aus den Jahren 1953 bis 1975 (Architekt: G. Schiener).

Im Krieg erhalten blieb im Wesentlichen das Studienseminar St. Joseph, ein Jugendstilbau aus dem Jahre 1909 (Architekt: M. Kurz)

Seminar


Literatur:
Ad Sanctum Stephanum, Festgabe zur 1000-Jahr-Feier, Augsburg 1969, im Selbstverlag.
Rolle, Th., Die Gründung der Benediktinerabtei St. Stephan in Augsburg, Sondernummer der Stephania 1985, Augsburg 1985, im Selbstverlag.
Rolle, Th., Zur Geschichte von St. Stephan: Der Kleine Goldene Saal, in: Stephania Nr. 59, Augsburg 1987, im Selbstverlag.

Letzte Änderung dieser Seite:
12.04.2002 22:07:07 Uhr

 
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