
Benediktinerstift St. Stephan
Stephansplatz 6
D-86152 Augsburg
Fon: +49 (8 21) 32 96 - 0
Fax: +49 (8 21) 32 96 - 123
www.abtei-st-stephan.de
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St. Stephans Geschichte
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Die Benediktinerabtei St. Stephan, eine in der benediktinischen Familie verhältnismäßig
junge Gründung (1835), führt in ihrer heutigen Gestalt mehrere Traditionen fort, die durch
die Säkularisation unterbrochen waren:
Klösterliches Leben gibt es bereits seit Bischof Ulrich: Er gründete 969 an der Stelle
des heutigen Klosters am Rande der Altstadt ein Kanonissenstift für adelige Damen, das
er unter das Patronat des ersten Märtyrers, des hl. Stephanus, stellte; bis zur
Säkularisation 1803 führten die Kanonissen in St. Stephan ein geistliches
Gemeinschaftsleben.
In der Reichsabtei St. Ulrich und Afra, von deren Blüte die Ulrichsbasilika noch heute
Zeugnis gibt, lebten und wirkten fast acht Jahrhunderte lang (1012 - 1803)
Benediktinermönche in Augsburg. Die Säkularisation setzte auch diesem Kloster ein jähes
Ende.
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Erst 1835 konnten unter König Ludwig I. von Bayern die Benediktiner wieder in Augsburg Einzug
halten. Dieser Neuanfang benediktinischen Lebens war mühsam: Der Gründungskonvent von St.
Stephan setzte sich aus Mönchen zusammen, die der erste Abt Barnabas Huber auf persönliches
Betreiben König Ludwigs u.a. aus mehreren österreichischen und schweizerischen Klöstern
erbetteln konnte. Ihnen wurde als Hauptaufgabe die Leitung des Gymnasiums
übergeben, das 1828 auf Drängen des katholischen Teils der Augsburger Bürgerschaft errichtet
worden war und die lange Tradition des Gymnasiums und Jesuitenkollegs St. Salvator (1581 -
1807) wieder aufnahm. Der noch erhaltene Festsaal des Jesuitenkollegs, der Kleine
Goldene Saal in der Jesuitengasse, dient dem Gymnasium bei St. Stephan bis heute als Aula
für festliche Gelegenheiten und Schülerkonzerte.
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Dem damaligen Gymnasium war neben einem Internat auch ein Lyceum (Hochschule) angegliedert.
Diese später Philosophische Hochschule bei St. Stephan genannte Einrichtung besteht bis
heute, jedoch ruht der Vorlesungsbetrieb seit der Errichtung der theologischen Fakultät
an der Universität Augsburg im Jahr 1969.
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Im Dritten Reich wurden die Mönche von St. Stephan aus Schule und Internat verwiesen.
Der Wiederanfang 1946 war schwierig, da 1944 Kirche, Kloster und Gymnasium fast völlig
zerstört worden waren.
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Von der einstigen Pracht der Rokokokirche (Kleinhans, Riepp,
Feichtmayr, Verhelst) künden heute nur noch die Außenmauern, Teile des Portals mit
Stephanusfigur und das schmiedeeiserne Abschlussgitter. Das Innere erfuhr 1965
unter Leitung von F.B. Weißhaar seine heutige Ausgestaltung, wobei
Schülerarbeiten und Werke alter Meister einbezogen wurden. Das Kloster ist ein
moderner Zweckbau aus den Jahren 1953 bis 1975 (Architekt: G. Schiener).
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Im Krieg erhalten blieb im Wesentlichen das Studienseminar St. Joseph, ein Jugendstilbau aus dem Jahre 1909 (Architekt: M. Kurz)
Literatur:
Ad Sanctum Stephanum, Festgabe zur 1000-Jahr-Feier, Augsburg 1969, im Selbstverlag.
Rolle, Th., Die Gründung der Benediktinerabtei St. Stephan in Augsburg, Sondernummer der Stephania 1985, Augsburg 1985, im Selbstverlag.
Rolle, Th., Zur Geschichte von St. Stephan: Der Kleine Goldene Saal, in: Stephania Nr. 59, Augsburg 1987, im Selbstverlag.
Letzte Änderung dieser Seite: 12.04.2002 22:07:07 Uhr
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