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Deutscher Jugendorchesterpreis
Unser Symphonieorchester erringt 1. Preis
Das Symphonieorchester des Augsburger Gymnasiums bei St. Stephan unter der Leitung von Ulrich Graba hat beim Wettbewerb um den Deutschen Jugendorchesterpreis den 1. Preis errungen. Mit dem Deutschen Jugendorchesterpreis unter Schirmherrschaft von Bundesjugendministerin Ursula von der Leyen möchte die Jeunesses Musicales Deutschland junge Musiker anregen, sich aktiv an der Planung und Durchführung von musikalischen Projekten zu beteiligen. Der Preis wird jedes Jahr unter einem Motto ausgeschrieben, das interessante und ungewöhnliche Zugänge zur Musik herausfordert und die Phantasie der Jugendlichen beflügelt. 2008/2009 war das Motto „Ein Konzert mit Pfiff”. Dies gelang dem Symphonieorchester des Gymnasiums bei St. Stephan in Augsburg mit dem Familienkonzert „Wie von der Tarantel gestochen”.

Ulrich Graba, Dirigent und künstlerischer Leiter des Symphonieorchesters, gab im vergangenen Jahr mit der „Tarantella-Idee” den Anstoß für das preisgekrönte Programm. Die Schüler übernahmen die Recherche zu einschlägigen Kompositionen sowie in Literatur und Kunst. Aus einer breit gefächerten Auswahl an Musikstücken zum Thema "Tarantel" wurde die Auswahl gemeinsam getroffen.

Am 22. November 2008 präsentierte dann das Symphonieorchester fünf herausragende Beispiele der musikalischen "Spinnenliteratur", darunter zwei Solo-Tarantellen von Pablo de Sarasate und David Popper. Die Soloparts übernahmen hierbei Sophie Putz (Violine) und Friederike Arnholdt (Violoncello), beide Schülerinnen des Gymnasiums bei St. Stephan. Ebenfalls auf dem Programm: Eine Originalkomposition des russischen Komponisten Cäsar Cui, ein wahrer Geheimtipp, und in der Orchesterfassung eine überaus reizvolle Komposition. Die Tarantella aus der "Chopiniana" von Alexander Glasunow, erklang durch ihren Dur-Charakter als fröhliches und mitreißendes Stück. Auch „La Danza”, eine Tarantella komponiert von Rossini, von Ottorino Respighi uminstrumentiert, dürfte als Titelmusik eines TV-Werbespots weithin bekannt sein.

Bei der Ausarbeitung des Programms „Wie von der Tarantel gestochen...” stand die fächerübergreifende Kooperation im Vordergrund. Die musikalischen Elemente waren eingebettet in Wortbeiträge, die die mythologische Seite des Spinnenkults und die musikhistorischen Zusammenhänge beleuchteten. Diese wurden von den Leistungskursen Latein und Musik erarbeitet und verbinden idealtypisch die Ausbildungsrichtungen des Gymnasiums - humanistisch und musisch.





Auch die Naturwissenschaft hat in diesem Thema ihren festen Platz: Die Biologen erarbeiteten ergänzend detaillierte Fakten zur Spinne, zur Wirkung des Spinnengifts auf den Kreislauf und zu therapeutischen Maßnahmen.









Präsentiert wurden die wissenschaftlichen Erkenntnisse von der Oberstufentheatergruppe des Gymnasiums, die das gesammelte Wissen zur Tarantelforschung in Form eines „Expertenforums” an das Publikum weitergab. Im Kunstunterricht, im plastischen Gestalten, wurde eine überlebensgroße Tarantel entworfen, die zum Konzert den Aufgang zum Kleinen Goldenen Saal besetzte.



Besondere Anerkennung der Jury wurde der "Neigungsgruppe Tanz" unter der Leitung von Tanja Stegmann ausgesprochen, die die Tutti- Tarantellen des Orchesters mit einer speziell dafür erarbeiteten Choreographie begleitete.



Ulrich Graba

Letzte Änderung dieser Seite:
29.06.2009 21:57:02 Uhr

 
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