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Feierliche Wiedereröffnung unseres Schulplanetariums am 7. November 2009
Großartige Leistung von Stephan Lutz und Christopher Zimmer (Abitur 2008)

Noch rechtzeitig im Jahr der Astronomie und zum Auftakt der Internationalen Astronomischen Woche war es am 7. November so weit: Unser Schulplanetarium
im 3. OG des Neubaus erlebte zur Freude aller Planetariumsfreunde eine grandiose Eröffnungsvorstellung, für die Stephan Lutz als Planer und
Hardwarekonstrukteur der neuen Steuerung und Christopher Zimmer als Software-Programmierer alle Register ihres vollendeten Werks zogen.
Durch die neue Steuerung entspricht das 30 Jahre alte Planetariumsgerät (GOTO E5 aus Tokio) mit seinen im Lauf der Zeit montierten Zusatzprojektoren
nun nicht nur den heutigen Sicherheitsstandards, es ermöglicht vor allem auch vielseitigere, bequemere, und durch seine computergesteuerte Aufnahme-
und Wiedergabe-Funktion jederzeit reproduzierbare Vorführungen, die durch trickreiche Schaltung und Programmierung auch erheblich an Ästhetik gewinnen.
Natürlich lässt sich jede einzelne Einstellung und jeder Ablauf auch per Hand am Bedienpult vornehmen, das mit Tastern ( inklusive Funktions-LEDs),
Dreh-Encodern zur Helligkeitseinstellung und mit insgesamt 5 Displays ausgestattet ist, die den jeweiligen Zustand der einzelnen Baugruppen angeben.
Das Herz der nun völlig digitalisierten Steuerung ist ein Elektronik-Rack mit 10 von insgesamt 40 Platinen, die von Stephan Lutz selbst geplant,
geätzt und – teilweise auch von Mitschülern - bestückt wurden, und auf denen Mikroprozessoren die jeweiligen Aufgaben verteilen: 5 Elektromotoren,
20 Projektionslampen und 48 Leuchtdioden für die Horizont- und Tageslichtbeleuchtung waren zu regeln, dazu ein Beamer, ein Diaprojektor und weitere
Zusatzgeräte.

Das Gehirn der Anlage steckt in dem von Christopher Zimmer verfassten etwa 7000-zeiligen Quellcode des Hauptcontrollers, der alle Signale vom Schaltpult
(bzw. Computer) an die Elektronik zur Ausführung und dann die Bestätigung der ausgeführten Befehle wieder an die LEDs oder Displays des
Steuerpultes im BUS-Verfahren zurücksendet. Die Signalübertragung erfolgt im DMX-Standard, so dass auch Bühnenscheinwerfer und andere
Zusatzgeräte nach entsprechender Programmierung gesteuert werden können.
Die Eröffnungsvorstellung (Konzeption und Sprecher: 5 Schüler/innen der Klasse 5e mit P. Gregor) konnte auf diese Weise vollautomatisch ablaufen
und bot in der unmittelbar anschließenden Light-Show (einschließlich Nebelmaschine) eine mit langem Beifall bedachte eindrucksvolle Palette
der Möglichkeiten der neuen Steuerungen und vor allem des Könnens und der Leistung unserer beiden (inzwischen ehemaligen) Schüler (Abs 2008).
In seiner Begrüßungsrede vor etwa 30 geladenen Gästen (= Fassungsvermögen des Planetariums) im Beisein von OStD Franz Lettner hatte
zuvor P. Gregor nach einem Rückblick über den Werdegang des Planetariums zunächst den Dank ausgesprochen an die im Lauf der Zeit beteiligten
anwesenden Helfer (u.a. Toni Walter, Christoph Bunz) und Sponsoren (u.a. Tektronix, Köln; Texas Instruments, USA; Marco, Garching; Erhart & Leimer,
Augsburg; Förderverein des Gymnasiums). Sodann wandte er sich den Hauptpersonen des Nachmittags zu und würdigte das ungeheure Engagement und die bewun-

dernswerte Ausdauer der an ihrem Werk „mitgewachsenen“ Erbauer Stephan Lutz und Christopher Zimmer; vor allem aber hob er das ungeheure Know-how der
beiden hervor, die in ca. je 1500 Arbeits- stunden in hervorragender Teamarbeit eine wahre Meisterleistung vollbracht haben, die nicht nur meilenweit über
eine Facharbeit hinausgeht – diese wurde 2008 in Physik beziehungsweise Mathematik mit der Fertigstellung wesentlicher Module hervor- ragend bewältigt - , sondern
jeder Diplom- arbeit im entsprechenden Fachgebiet Ehre gemacht oder sie gar überboten hätte.

Zu den bis dahin errungenen fünf Auszeichnungen (u.a. Mikroelektronik-Preis 2008, Wissenschaftspreis der Stadt Augsburg 2008, 3. Platz im Landeswettbewerb
Jugend forscht) gesellte sich an diesem Nachmittag ein Preis des Fördervereins des Gymnasiums aus der Hand des 1. Vorsitzenden Dr. Stefan Schrammel, der
noch einmal das außergewöhnliche Engagement und die Leistung der beiden Talente für unser Gymnasium hervorhob.
Nicht ohne dass die beiden in kurzer, gewohnt kompetenter, auch nostalgischer Präsentation Werdegang, Wesen und einige Details ihrer Arbeit erklärt
hatten, klang nach der Vorführung die eindrucksvolle Feier bei Kaffee und Sternengebäck (Gabi Heinlein), bei angeregten Gesprächen und immer
noch bewunderndem Staunen über das „Jahrhundertwerk“- unser Jahrhundert ist immerhin fast so alt wie der Kontakt der beiden mit St. Stephan - aus.
Das Planetarium kann nun vermehrt zu Führungen für Jung- und Altstephaner, Eltern und Gruppen genutzt werden.
Letzte Änderung dieser Seite: 22.11.2009 14:04:50 Uhr
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