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Afrika

Als Regierung von Afrika sahen wir uns gezwungen, uns erst einmal auf die innenpolitischen und -wirtschaftlichen Probleme der Region zu konzentrieren: denn Armuts- und Seuchenbekämpfung waren nur wenige dieser Aufgaben, die wir zu bewältigen hatten, als unsere Gruppe die Ausgangssituation für die Region Afrika erfuhr. Trotzdem oder gerade deswegen erhielten wir verhältnismäßig viel Startguthaben für unseren Kontinentalstaat, um natürlich die ganze Menge Geld in Programme und Projekte zu stecken.

Nach dem ersten Pol&IS-Jahr konnten von der Regierung aufgesetzte Programme die Krisen vorübergehend aufhalten, teilweise sogar ganz bekämpfen: durch einen erfolgreichen Projekt in den ärmeren Gebieten hatten wir die Aids-Ausbreitung reduziert und widmeten uns nun dem internationalen Handel und der Politik.

Nachdem Afrika den "Lohn" für seine guten Taten erhalten hatte, setzten wir uns mit dem Haushaltsplan für das kommende Jahr auseinander: Sollte man die Steuern reduzieren, mehr auf Importe setzen, wie sollten wir unseren Müll beseitigen, und mit welchen Regionen sollten wir uns einlassen, ein Bündnis miteinander einzugehen? Das waren Fragen, mit denen ich mich zusammen mit meiner Wirtschaftsministerin beschäftigt habe, bevor dann am Ende des nächsten Jahres die allgemeinen Präsidentschaftswahlen stattfanden.

Indem ich als Regierungschef immer wieder beteuerte, dass es Afrika wieder wesentlich besser geht, was Gesundheit und Bildung betrifft, siegte ich gegen den Oppositionsführer und führte das Amt die restlichen zwei Jahre fort.

Diese beiden Jahre verliefen grob folgendermaßen: Um unsere Krisengebiete weiterhin zu unterstützen, nutzten wir die Verträge mit unseren Bündnispartnern gezielt und geschickt, um durch bestimmte Handelsabkommen unsere Finanzen aufzustocken. Zum Beispiel verhandelten wir u.a. mit Westeuropa um Subventionen für die Förderung der Bildung in Afrika. Außerdem empfingen wir Müll - natürlich gegen Geld - vom völlig von Dreck überfüllten Nordamerika, wobei wir bereits nicht die ersten waren, mit denen sie darüber verhandelten...

Im Übrigen war Afrika meiner Meinung nach die friedfertigste, aber auch passivste Region von den Restlichen. Zwar verbündeten wir uns kreuz und quer mit den Freundesfeinden, was uns meistens eine Kündigung aus diversen Abkommen beschafft hatte, aber schließlich ging es uns "nur" um unsere eigenen Probleme im Inneren... (Martin Eifert)

Letzte Änderung dieser Seite:
25.07.2005 11:13:16 Uhr

 
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