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Mitgliederversammlung 2004

Die diesjährige Mitgliederversammlung fand am 26. März in der kleinen Aula des Gymnasiums bei St. Stephan statt. Es nahmen etwa 50 Personen teil.

Eine Kammermusikgruppe des Gymnasiums eröffnet den Abend mit einem kleinen Musikstück.

Tagesordnungspunkt 1: Bericht des 1. Vorsitzenden
Der 1. Vorsitzende Dr. P. Egino Weidenhiller begrüßt die Anwesenden und geht auf die derzeitige Umbruchsituation des Gymnasialwesens in Bayern ein. Mit bewegenden Worten verleiht er seiner Skepsis über den Sinn und Zweck einer Schulzeitverkürzung Ausdruck.

Vor diesem Hintergrund verweist P. Egino auch auf die immer größer werdende Bedeutung des Fördervereins, der aber den Sachaufwandsträger, die Stadt Augsburg, nicht von ihren Aufgaben entbinden darf. Als wesentliche Ziele werden genannt:

  • die Ausrüstung der Schule mit Gerätschaften zur besseren Gestaltung des Unterrichts
  • Schulbücher
  • Hilfe in Notfällen, insbesondere bei kinderreichen Familien

Gerade in dieser schwierigen Zeit ist Unterstützung auch weiterhin willkommen und notwendig. P. Egino bedankt sich im Namen des Fördervereins für die großzügige Hilfe.
Der Abend soll der Rechenschaftsablage ebenso wie dem Vergnügen dienen. Ein Imbiß, Getränke und ein kleiner Vortrag im Anschluss an den offiziellen Teil sind vorbereitet.

Zusätzliche Anträge zur Tagesordnung liegen nicht vor.

Tagesordnungspunkt 2: Bericht des Schatzmeisters
Der Schatzmeister Herr Thum übernimmt das Wort. Der derzeitige Mitgliederstand hat die Grenze von 500 wieder übersprungen. Bedauerlicherweise sind im letzten Jahr sechs Mitglieder verstorben, eine Person ist ausgetreten, aber auch zwanzig neue Mitglieder konnten gewonnen werden. Anhand einer vorbereiteten Liste erläutert Herr Thum die finanzielle Situation und nennt nochmals einige Erwerbungen für unterschiedliche Fachbereiche, wie beispielsweise ein Mikroskop, ein Lego-Robotersystem, Scheinwerfer, Skier, Literatur. Weitere Mittel flossen in Nachhilfeunterricht, Schüleraustausch und diverse Ausstellungen und Feste.
Der Verein ist gemeinnützig, somit können auch die Mitgliedsbeiträge abgesetzt werden.

Tagesordnungspunkt 3: Bericht der Rechnungsprüfer
Herr Bader, stellvertretend für die Rechnungsprüfer, verweist auf die am 13. März 2004 vorgenommene Begutachtung und bescheinigt Herrn Thum eine vorbildliche Buchführung.

Tagesordnungspunkt 4: Beschlussfassung über den Bericht der Rehnungsprüfung
Tagesordnungspunkt 5: Entlastung des Vorstandes

Es wurden keinerlei Einwände erhoben, diese beiden Tagesordnungspunkte zusammenzufassen. Ohne Gegenstimme wurden per Handzeichen der Bericht der Rechnungsprüfung akzeptiert und der gesamte Vorstand entlastet.

Im Anschluss bedankt sich Herr OStD Lettner im Namen der Schüler/innen und der Lehrer/innen für die Arbeit des Fördervereins. Herr Lotter fügt den Dank des Kassenprüfers an Herrn Thum und vor allem an dessen Frau an.

Tagesordnungspunkt 6: Sonstiges
Da keine weiteren Fragen oder Anregungen auftauchen, beendet P. Egino den offiziellen Teil der Versammlung und lädt zu einem kleinen Buffet ins Foyer.

Pause

Als besondere Attraktion des Abends schließt ein kurzer Vortrag an. P. Egino führt den Referenten Herrn Dr. Erich Feldweg ein, der gemeinsam mit ihm 1951 an St. Stephan abgeschlossen hat. Dr. Feldweg berichtet über seine Tätigkeit als Dolmetscher, der Politiker wie Filmschauspieler nahezu um die ganze Welt begleitet hat. Ziel des Vortrags ist es auch, dieses komplexe Berufsbild zu erläutern. Der Umgang eines Dolmetschers mit höchst unterschiedlichen Persönlichkeiten wie Adenauer oder Schröder erfordert eine hohe Allgemeinbildung sowie ein großes Einfühlungsvermögen. Absolute Verschwiegenheit als höchste Verpflichtung den »Kunden« gegenüber verbietet jedoch die Wiedergabe jeglicher Gespräche, deren Inhalt später nicht in den Medien veröffentlicht wurde. Doch auch so erhält nach Maßgabe des Dienstgeheimnisses das Publikum einen höchst interessanten Blick hinter die Kulissen der Weltpolitik, der die zitierten Personen durch den Brillianten wie humorvollen Vortrag lebendig vor Augen treten lässt.

Dr. P. Egino WeidenhillerDr. Stefan Schrammel
1. VorstandSchriftführer.

Die AZ berichtete in ihrer Ausgabe vom 1. April 2004
von diesem Vortrag unter dem Titel Dolmetschen: Viel reden und nichts sagen. Erich Feldweg hat schon für Adenauer, Kennedy und Schröder übersetzt und bedankt sich noch heute für seine Schulbildung

Letzte Änderung dieser Seite:
23.04.2004 16:32:59 Uhr

 
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