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Mitgliederversammlung 2006
Datum: 17. März 2006
Uhrzeit: 19.15 bis 19.50 Uhr
Ort: Kleiner Goldener Saal, Jesuitengasse, Augsburg
Teilnehmer: ca. 35 Personen
Tagesordnungspunkt 1: Bericht des 1. Vorsitzenden
Der 1. Vorstand Dr. Pater Egino Weidenhiller begrüßt die Anwesenden wieder im Kleinen Goldenen Saal.
Wie in den Jahren zuvor, so konnten auch im letzten Jahr wesentliche Beiträge in nahezu allen Fachrichtungen geleistet werden. Neben materiellen Anschaffungen wurde auch wieder im sozialen Bereich geholfen. Pater Egino bedankt sich im Namen des Fördervereins für die großzügige Hilfe und hofft auch weiterhin auf die Spendenbereitschaft der Mitglieder.
Zusätzliche Anträge zur Tagesordnung sind nicht eingegangen.
Tagesordnungspunkt 2: Bericht des Schatzmeisters
Herr Thum berichtet über die äußerst positive finanzielle Lage des Vereins, eine Liste mit detaillierter Nennung der einzelnen Konten wurde übergeben. Im laufenden Jahr 2006 stehen gut 31.000.- Euro zur Verfügung. Die Summe fällt etwas niedriger als im letzten Jahr aus, da nicht in gleicher Höhe Vorträge bestehen. Insgesamt konnte seit Bestehen des Fördervereins die stolze Summe von ca. 163.000.- Euro für das Gymnasium ausgeschüttet werden.
Als Nachweis für Spenden bzw. Mitgliedsbeiträge bis 100.- Euro als steuerlich anerkannte Zuwendungen ab 1. Januar 2002 genügt die Buchungsbestätigung des Kreditinstituts. Gerne wird jedoch auch für kleine Beträge auf Wunsch eine Spendenbescheinigung ausgestellt.
Der derzeitige Mitgliederstand beträgt 509 Personen.
Tagesordnungspunkt 3: Bericht der Rechnungsprüfer
Herr Bader, stellvertretend für die Rechnungsprüfer, verweist auf die gemeinsam mit Herrn Lotter vorgenommene Begutachtung am 8. März und bescheinigt Herrn Thum eine wie immer vorbildliche Buchführung. Insbesondere bedankt er sich im Namen des Vorstandes auch bei Frau Thum mit einer Flasche Wein.
Tagesordnungspunkt 4: Beschlussfassung über den Bericht der Rechnungsprüfung
Tagesordnungspunkt 5: Entlastung des Vorstandes Es wurden keinerlei Einwände erhoben, diese beiden Tagesordnungspunkte zusammenzufassen.
Ohne Gegenstimme, bei Enthaltung der Betroffenen, wurde per Handzeichen der Bericht der Rechnungsprüfung akzeptiert und der gesamte Vorstand entlastet.
Tagesordnungspunkt 6: Neuwahlen
Hwst. Abt Dr. Emmeram Kränkl hat sich bereit erklärt, die Wahl zu leiten. Entsprechend der Satzung wird getrennt und geheim gewählt. Zunächst stellt Abt Emmeram die Kandidaten vor und bittet um ergänzende Wahlvorschläge. Es stellen sich keine weiteren Kandidaten zur Wahl. Anschließend werden die vorbereiteten Wahlzettel verteilt.
Es stehen also ohne Gegenkandidat zur Wahl:
Vorstand:
- 1. Vors.: Dr. P. Egino Weidenhiller
- 2. Vors.: Thomas Spitzer (in Abwesenheit)
- Schatzmeister: Peter Thum
- Schriftführer: Dr.- Ing. Stefan Schrammel
Beirat:
- Anton Lotter
- Prof. Bernhard Weißhaar
- Dieter Sedlack
Rechnungsprüfer:
- Anton Lotter
- Robert Bader
Alle Personen wurden ohne Gegenstimme gewählt und nehmen die Wahl an.
Als weiteres Vorstandsmitglied wird OstD Franz Lettner als Direktor des Gymnasiums ohne Wahl bestellt.
Tagesordnungspunkt 7: Sonstiges
Da keine weiteren Fragen oder Anregungen auftauchen wird der offizielle Teil der Versammlung von Pater Egino beendet.
Im Anschluss bedankt sich Herr OStD. Franz Lettner im Namen der Schüler/innen und der Lehrer/innen für die Unterstützung des Fördervereins. Herr Lettner lädt die Anwesenden zu den zahlreichen Veranstaltungen des Gymnasiums ein, wie die "Lange Mozartnacht" oder das "Altstephanerkonzert" von P. Anselm.
Pause
Vortrag Prof. Mayinger (öffentlicher Teil)
Nach einer kurzen Pause folgt der Vortrag von Prof. Dr. Franz Mayinger, den Pater Egino ganz herzlich und ebenso knapp als Mitglied des "berühmten Abiturjahrgangs 1951" begrüßt.
Nach dem Abitur an St. Stephan im Jahr 1951 studierte er Maschinenbau an der TU München, wo er später auch als Professor lehrte. Prof. Mayinger war 22 Jahre Mitglied der Reaktorsicherheits-kommission des Bundes und eine Zeit auch deren Vorsitzender.
Hinter dem bewusst provokant gewählten Titel "Pflege der German Angst oder Risikoakzeptanz angesichts beschränkter Ressourcen" verbirgt sich eine Idee, der in einem Gespräch mit einem amerikanischen Freund entsprang: die Deutschen einst das Volk der Dichter und Denker und heute das Volk der "Fürchter und Quengler".
Risiko ist ein Gefühl und keine Gefahr. Die Versicherungswirtschaft definiert Risiko als Eintrittswahrscheinlichkeit mal Höhe des Schadens. Anhand von plakativen Schautafeln wird im Folgenden erklärt, wie sehr unsere Wahrnehmung von der Berichterstattung der Medien geprägt wird. So fehlt oft die Relation, beispielsweise bei der Meldung neuer gefährlicher Grippeviren, sterben doch jährlich an der "ganz normalen" Grippe bei uns ca. 15.000 Personen. Letztlich setzen wir uns alltäglich mehr oder weniger bereitwillig Risiken aus, mit denen wir leben müssen und wollen. Dabei führt der persönliche Nutzen oder Gewinn zu einer größeren Risikobereitschaft, wie beispielsweise Motorradfahren als Freizeitbeschäftigung oder die Benutzung des Mobiltelefons.
Die Technikeuphorie der 50er und 60er Jahre schlug in den 70er und 80er Jahren in eine extreme Technikfeindlichkeit um, die in den 90er Jahren nur leicht gewendet wurde. Aber die Technik bestimmt unser Leben. Zu wenig machen wir uns dies klar, denn "der Strom kommt aus der Steckdose, das Geld von der Bank". Energie, ohne die kein Leben heute denkbar wäre, Mobilität als Grundbedürfnis des Menschen und Chemie als Garant für Grundbedarf und Luxus sind die wichtigsten Bereiche der Technik.
Alle Ressourcen, auf die wir so angewiesen sind, verknappen sich in den nächsten Jahrzehnten dramatisch. Daran hat der stetig wachsende Bedarf, ausgelöst insbesondere durch die explosionsartig wachsenden Märkte in China und Indien starken Anteil. Wenn beispielsweise die Chinesen auf den gleichen Pro-Kopf Verbrauch kommen wollen wie wir heute in Deutschland, dann müsste sich die gesamte Stromproduktion der Welt verdoppeln. Die Ressourcen gehen aber nicht zu Ende, ihre Erschließung wird nur immer teurer, womit sich die Energie ebenso verteuert. Problematisch kann sich auch auswirken, dass die größten Vorkommen in der sogenannten Energieellipse in politisch instabilen Ländern befinden.
Die Alternativen wie Biomasse können hier nur wenig Entlastung bieten. Die Atomkraft und deren Gefahren müssen in diesem Zusammenhang ernsthaft und nicht ideologisch betrachtet werden. Auch hier gelten globale Zusammenhänge, die nicht von uns zu beeinflussen sind. Erst jüngst hat China ein Bauprogramm von etwa 30 Atomkraftwerken in den nächsten jahrzehnten angekündigt.
Unser größtes Risiko in Deutschland liegt aber in einem Mangel an weitsichtiger Energiepolitik. Bereits im Jahr 2020 werden wir ein gewaltiges Defizit erleben, da unsere Kraftwerke hoffnungslos veraltet sind. Trotz dieser Fakten passiert gar nichts. Noch dramatischer erscheint eine solche Untätigkeit, betrachtet man sich die prognostizierte Entwicklung bis 2030. Der Primärenergie-verbrauch wird um etwa 60 % steigen, die Kernenergienutzung wird weltweit um etwa 70 % zunehmen und dabei spielen die erneuerbaren Energien erst ab 2030 eine Rolle.
"No risk, no fun" gilt im Sport, gilt für uns Wohlstandsbürger heute "No risk, no prosperity"?
Gegen 21.00 Uhr endet die Veranstaltung.
Letzte Änderung dieser Seite: 28.03.2006 21:46:56 Uhr
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