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Mitgliederversammlung am 25. März 2011


Die heurige Mitgliederversammlung war die erste nach dem Tod von Dr. P. Egino Weidenhiller OSB, dem Gründer und langjährigen 1. Vorsitzenden, zuletzt Ehrenvorsitzenden des Fördervereins.
Dr. Stefan Schrammel würdigte nach der Begrüßung der Mitglieder die Zielsetzung und die Verdienste P. Eginos, ehe er den Bericht über den Stand, die diesjährigen Projekte und Förderungen und die finanzielle Lage des Vereins bot.



Hier eine kleine Bildauswahl der im Jahre 2010/11 geförderten Projekte quer durch alle Fachschaften (erklärender Text  im  Bild):




Das offizielle Protokoll der Versammlung finden Sie als pdf-Datei, wenn Sie
hier klicken.


In diesem Jahr schloss sich an die ordentliche Mitgliederversammlung im passenden Rahmen des Kleinen Goldenen Saales ein Vortrag von Herrn Prof. Dr. Franz Körndle an (Altstephaner und Inhaber der Professur für Musikwissenschaft am Leopold-Mozart-Zentrum der Universität Augsburg). Der Titel des Vortrags lautete „Jacob Fugger, Leopold Mozart und die Erfindung der Musik“. Wer waren die Erfinder der Musik? Und was haben Leopold Mozart und Jacob Fugger mit Jubal und Tubalkain zu tun, die im Buch Genesis als die biblischen Erfinder der Musik genannt sind? Welche Zeugnisse finden sich in Aufzeichnungen von Leopold Mozart und welche Aussagen sind in der Fuggerkapelle in St. Anna und in der Stiftskirche in Donauwörth hierzu versteckt?

All diesen Fragen ging Prof. Körndle in seinem sehr kurzweiligen und spannenden Vortrag nach. Ausgehend von den Bezügen und Auseinandersetzungen lateinischer und frümittelalterlicher Schriftsteller und Buchmalereien zwischen Genesis 4,21f. (Jubal, der Ahnherr der Zither- und Flötenspieler, und Tubalkain, der Schmied) und dem großen Konkurrenten in Sachen Musik-Erfindung, dem Philosophen Pythagoras, stellte Prof. Körndle einen verblüffenden Bezug zu den Tafelbildern des Orgelprospekts in der Grablege der Fugger in St. Anna in Augsburg her, wo er sachkundig-scharfsinnig den gebannten Zuhörern gerade diese Thematik zu illustrieren und zu interpretieren vermochte, um dann schließlich einen weiteren Bogen zu spannen in die Stiftskirche St. Michael in Donauwörth, wo die musikalischen "instrumenta" sich unversehens wandeln zu den "instrumenta" des Leidens Christi, an dessen geschundenem Leib die Engel das Lied der Erlösung spielen. - Eine wahrhaftig staunenswerte und kurzweilige Reise durch die Musikgeschichte mit bemerkenswerten Glanzlichtern und ungeahnten Ausblicken!
Lang anhaltender Beifall war die Anerkennung für diesen ebenso fundierten und akribischen wie köstlichen Vortrag.



Letzte Änderung dieser Seite:
13.05.2011 22:13:03 Uhr

 
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