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Die Orchester des Gymnasiums bei St. Stephan



Das Gymnasium bei St. Stephan besuchen schon immer viele Schüler, die ein besonderes Interesse am Erlernen von Orchesterinstrumenten haben. Mit dem musischen Zweig und der Aufnahme von Mädchen verstärkte sich diese Tendenz so weit, dass es momentan drei verschiedene Orchester gibt, in dem die Freude am gemeinsamen Musizieren erlebt werden kann.

Das Vororchester

Jeden Mittwoch von 13.45 Uhr bis 15.00 Uhr probt im Musiksaal Altbau das Vororchester. Am Vororchester kann jede Schülerin und jeder Schüler teilnehmen, der die elementaren Kenntnisse auf seinem Orchesterinstrument in einem großen Ensemble erproben will. Gespielt werden im Vororchester neben einfachen Originalsätzen aus Barock und Klassik auch Bearbeitungen von bekannter Orchesterliteratur vom Ragtime bis zur Filmmusik. Regelmäßiger Probenbesuch sowie gewissenhafte Vorbereitung der eigenen Instrumentalstimme sind Grundlagen, um in einem Orchester Freude an der Musik zu haben.


Das Symphonieorchester

Von einem Symphonieorchester im Zusammenhang mit einer Schule zu sprechen klingt sehr hochtrabend. Doch durch die jahrzehntelange Pflege klassischer Orchesterliteratur und durch die sich immer breiter entwickelnde Ausbildungsmöglichkeit in allen Orchesterinstrumenten gibt es tatsächlich an St. Stephan Schülerinnen und Schüler, die diese Orchesterinstrumente auf so respektablem Niveau beherrschen, dass große symphonische Literatur gespielt werden kann. Manch Kenner mag nun die Nase rümpfen, wenn Schüler sich an das symphonisch Werk von Beethoven oder gar Mendelssohn und Tschaikowsky heranwagen, mit dem sich selbst "Profis" nicht immer leicht tun.
An St. Stephan geschieht dies jedoch unter gänzlich anderen Vorgaben und natürlich auch mit einem anderen Anspruch. Das Symphonieorchester unseres Gymnasiums setzt sich, im Gegensatz zu einem "Profiorchester", oft monatelang mit einem Programm auseinander und erarbeitet dieses in Einzel-, Satz- und Tuttiproben und mit Hilfe der Instrumentallehrer. Dadurch lernen die Schülerinnen und Schüler die symphonische Literatur gleichsam von innen heraus kennen. Durch die Begeisterung am gemeinsamen Musizieren und durch die Erkenntnis eine geniale Komposition der Weltliteratur zur Aufführung zu bringen, wachsen die Schüler so über sich hinaus und auch als Gemeinschaft zusammen, dass die Konzerte nachhaltige Zeugnisse der unglaublichen jugendlichen Leistungsbereitschaft - gerade in der heutigen Zeit -, des musikalischen Potentials, aber auch eines großen sozialen Integrationsvermögens werden.
Das Symphonieorchester arbeitet jeweils am Freitag von 13.45 Uhr bis ca. 15.30 Uhr. Fortgeschrittene Instrumentalkenntnisse sowie gewissenhafte Vorbereitung sind Voraussetzung für das Mitwirken im Symphonieorchester. Die Aufnahme erfolgt nach Bedarf bzw. Absprache und ist programm- bzw. projektbezogen.


Das Kammerorchester

Im Kammerorchester spielen die fortgeschrittenen Streicher, die neben der großen Symphonik die kommunikative, flexible Komponente im Zusammenspiel in der kleinen Besetzung (ca. 20 Streicher) schätzen. In dieser Besetzung, die bis ca. 1900 den Kern eines jeden Orchesters ausmachte, werden an St. Stephan Instrumentalkonzerte erarbeitet bzw. Originalliteratur für Kammerorchester geprobt und dann bei Umrahmungen bzw. Konzerten wie z.B. die Wiedereröffnung des jüdischen Kulturmuseums zur Aufführung gebracht. Besondere Möglichkeiten ergeben sich auf der einen Seite dadurch, dass durch Hinzunahme von wenigen Solobläsern jede klassische Sinfonie in kurzer Zeit erarbeitet werden kann. Auf der anderen Seite dadurch, dass es im Kammerorchester auf Grund der "überhörbaren" Besetzung möglich ist, künstlerische Verantwortung abzugeben, in dem das Orchester vom ersten Pult aus, vom "primus inter pares" geleitet wird. Dies fordert und fördert große Eigeninitiative vor allem der Stimmführer auf der einen Seite, aber eben auch die flexible, wache musikalische Kommunikation aller Mitspieler miteinander.
Das Kammerorchester probt jeden Mittwoch von 16.00 Uhr - 17.30 Uhr. Die Aufnahme erfolgt nach Absprache.



Die reichhaltige Orchesterarbeit an St. Stephan sollte für jede interessierte Schülerin, für jeden interessierten Schüler eine Möglichkeit bieten, die Freude und das Selbstvertrauen zu erfahren, das gemeinsames Musizieren im Ensemble vermitteln kann. Mag sie für manchen  zu ambitioniert wirken, so gilt zu bedenken, dass auch in der Musik jungen Menschen eine Herausforderung geboten werden soll, die Jugendliche oft geradezu suchen und an der sie wachsen können. Oder wie es Robert Lerch (*1938) ausdrückt: "Wer nicht vom Fliegen träumt, dem wachsen keine Flügel."


Ulrich Graba
Orchesterleiter des Gymnasiums bei St. Stephan






Abiturientenkonzert Kongresshalle 2005

Letzte Änderung dieser Seite:
21.10.2007 12:05:39 Uhr

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Kostprobe:
F. v. Suppé  Leichte Kavallerie   download (600kb)

 
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